Die Voreltern


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Stammbaum der Familie André


Rede von Karin André
anlässlich ihres 65. Geburtstags am 1.10.2016

Ich möchte versuchen nahezubringen, warum ich die Karin André Stiftung gegründet habe. Dazu greife ich ein wenig in die »Mottenkiste« meines Stammbaums … vielleicht werdet ihr aus diesen Geschichten auch meine heutigen Konturen erkennen …
Ich stamme von Menschen ab, die vor 300 Jahren in St. Gilles de Nimes lebten und wegen ihres Glaubens Frankreich verlassen haben. Ich zitiere und ergänze Teile aus dem Text des Hauses der Stadtgeschichte in Offenbach am Main:

In St. Gilles de Nimes in der Landschaft Languedoc, am westlichen Arm der Rhone gelegen, lebten vor rund 300 Jahren die Vorfahren meiner Hugenottenfamilie André.


Johann André

Johann André (* 28. März 1741 in Offenbach am Main; † 18. Juni 1799 ebenda) war ein deutscher Musiker, Komponist und Musikverleger.


Johann Anton André

Johann Anton André schrieb Opern, Symphonien, Messen, Lieder und das in zwei Bänden unvollendet gebliebene „Lehrbuch der Tonsetzkunst“. 1799 kaufte er den musikalischen Nachlass von Mozart von dessen Witwe Constanze und brachte ihn aus Wien nach Offenbach. Die Sammlung von über 270 Autographen enthielt unter anderem die Opern Figaro und Zauberflöte, eine Reihe von Streichquartetten und -quintetten, einige Klavierkonzerte und die Serenade „Eine kleine Nachtmusik“. Diese Sammlung war in den folgenden Jahrzehnten die Grundlage für die Mozart-Editionen des Verlages Johann André, die sich, sofern keine Arrangements vorliegen, durch äußerste Genauigkeit gegenüber der originalen Notenhandschrift auszeichnen. Diese Genauigkeit bei mittlerweile vielfach verschollenen handschriftlichen Vorlagen, besitzt für die musikwissenschaftliche Forschung hohe Bedeutung. Insgesamt wurden durch den Verlag Johann André – vor und nach Johann Anton Andrés Tod – 79 Erstausgaben Mozartscher Kompositionen veröffentlicht.